Fünf Dinge, die selbst erfahrene Laborprofis über Laborabzüge oft nicht wissen

Der Laboralltag beginnt routiniert: Geräte hochfahren, Proben vorbereiten, Arbeit im Abzug – und kaum jemand denkt darüber nach, welche komplexe Technik im Hintergrund arbeitet. Doch gerade der Laborabzug, auch unter Digestorium bekannt, ist eines der wichtigsten Systeme für Sicherheit im Labor. Er entscheidet über Schutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit – und wird dennoch oft unterschätzt. Dieser Beitrag zeigt fünf Aspekte, die selbst erfahrene Fachkräfte nicht immer kennen.
Laborabzüge als Energiegiganten – und wie intelligentes Produktdesign Kosten spart
Bis zu 60 % des gesamten Energieverbrauchs im Labor hängt mit der Belüftung zusammen, wobei Laborabzüge die Hauptrolle spielen. Sie entziehen kontinuierlich klimatisierte Luft, deren Aufbereitung teuer und CO₂-intensiv ist. Eine Reduktion des Luftverbrauchs ist somit neben der Arbeitssicherheit eine der wichtigsten Anforderungen bei der Entwicklung von Laborabzügen.

Mehr Luft ist nicht gleich mehr Sicherheit
Die verbreitete Annahme lautet: Je höher die Abluftmenge, desto sicherer der Abzug. Das ist nur die halbe Wahrheit. Zwar steigt mit mehr Luft zunächst das Rückhaltevermögen, doch moderne Abzüge erreichen ihre Sicherheit nicht durch hohe Luftmengen, sondern durch ausgeklügelte Geometrie und Strömungstechnik. Damit wird ein entscheidender Beitrag geleistet: maximale Sicherheit bei minimalem Ressourceneinsatz.

Kleine Bedienfehler – große Wirkung
Laborabzüge sind Teil komplexer Prozessketten. Ihre Schutzfunktion hängt nicht nur von der Konstruktion, sondern auch vom richtigen Gebrauch ab. Offene Frontschieber, falsch platzierte Geräte oder vorbeigehende Personen können die Luftführung erheblich stören und die Schutzwirkung reduzieren. Moderne Systeme wie Köttermann AutoProtect schließen den Frontschieber automatisch, sobald die Arbeit beendet ist. Das reduziert Fehlerquellen, erhöht die Sicherheit und spart zusätzlich Energie. Sollte einmal etwas aus dem Abzug herausragen, sorgt der Köttermann CloseGuard durch ein Lichtgitter dafür, dass der Frontschieber automatisch stoppt.

Schutz weit über Gase hinaus
Häufig wird der Laborabzug mit dem Schutz vor Gasen und Dämpfen in Verbindung gebracht. Doch der Schutz ist wesentlich umfänglicher, was auch die europäische Abzugsnorm EN 14175 beschreibt:
- keine gefährliche Konzentration von Gasen, Dämpfen oder Stäuben im
Laborraum, - keine explosionsfähige Atmosphäre im Inneren des Abzugs,
- Schutz vor physikalischen Gefahren wie verspritzenden Chemikalien oder umherfliegenden Splittern¹
Laborabzüge bewahren vor unsichtbaren Gefahren wie Gasen und Stäuben, aber ebenso vor plötzlich auftretenden Risiken. Damit bieten sie nicht nur einen „Chemikalienschutz“, sondern sichern umfassend als universelle Sicherheitsbarriere.

High-Tech für mehr Ergonomie und Sicherheit
Moderne Abzüge sind längst smarte Assistenten im Labor. Die elektronische Bedieneinheit Köttermann TouchTronic ermöglicht eine präzise Bedienung aller Funktionen – sogar mit Handschuhen. Hierüber lassen sich auch die Gefahrstoffe anzeigen, die im Abzug zum Einsatz kommen oder Steckdosen-Timer programmieren. Zudem überwachen Leitungsschutzschalter mit Messfunktion den Stromverbrauch und zeigen Einsparpotenziale.

Fazit
Laborabzüge sind weit mehr als „Hauben mit Abluft“. Sie bestimmen Sicherheit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ergonomie im Labor. Mit innovativen Lösungen wie der Köttermann EXPLORIS Serie zeigt sich: Schutz, Effizienz und Komfort lassen sich gezielt kombinieren. Wer seine Laborumgebung nachhaltig und sicher gestalten möchte, kommt an moderner Abzugstechnik nicht vorbei.
¹ Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): Sicheres Arbeiten in Laboratorien – Grundlagen und Handlungshilfen. 1. Auflage 12/2008. S. 133
Abluftregelsysteme – was wird da geregelt?
Abluftregelsysteme sind hier ein bedeutendes Element, denn diese reduzieren bei geschlossenem Frontschieber den Abluftstrom, ohne die Sicherheit des Abzugs zu gefährden. Der Abluftvolumenstrom wird in Abhängigkeit von der Frontschieberöffnung über eine motorisch angetriebene Stellklappe geregelt. Für jeden Betriebszustand des Abzugs wird dem Laborraum gerade so viel Luft entnommen, wie für den sicheren Betrieb des Abzugs notwendig. Bei geschlossenem Frontschieber lässt sich so der Volumenstrom eines Abzugs um etwa 50 Prozent gegenüber dem geöffneten Zustand reduzieren. Für einfaches Bedienen im Arbeitsalltag: Bei Köttermann Laborabzügen wird die Frontschieberöffnung über die elektronische Bedieneinheit TouchTronic mühelos über den Regler am Display eingestellt – präzise per Schieben oder punktuell per Tippen.
Produktdesign – mehr als Optik
Entscheidend ist allerdings auch die Strömungstechnik von Laborabzügen. Ein durchdachtes Produktdesign senkt die Betriebskosten unter Einhaltung der Sicherheitsanforderungen. Beispielsweise benötigt der Köttermann Laborabzug EcoPlus dank innovativer Luftführung bis zu 30 % weniger Abluftvolumenstrom als Standardabzüge – bei gleichbleibend hoher Sicherheit. So spart dieser bei einer Arbeitszeit von acht Stunden am Tag jährlich bis zu 900 Euro Betriebskosten pro Abzug und trägt gleichzeitig aktiv zur Nachhaltigkeit bei. Bei einem 24 Stunden Betrieb werden sogar Kosten in Höhe von etwa 2.700 Euro im Jahr vermieden. Will man das Labor nachhaltig ausstatten, ist der EcoPlus die richtige Wahl.